Mandating a pilot group

The mandate is the task given to the pilot group. The primary client, i.e. the top decision-maker level, gives part of the leadership to the organization. The meaning of the word „mandate“, from the Latin noun manus „hand“ and the verb dare „to give“, sums it up. The management hands over part of the leadership. A mandate provides orientation for all parties involved: 1. the commissioning leadership, 2. the pilot group, 3. the entire relevant system, 4. and the accompanying facilitators. A mandate provides a pilot group with a maximum degree of autonomy: as long as a pilot group in which the „authority“ is represented according to the ARE IN formula adheres to the contents of an agreed and accepted…

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Five golden rules for changemakers.

If we want to change our working world (and society), we need development, learning and change processes throughout the relevant system. Complex change initiatives can succeed. Collective intelligence can be activated. The following five basic ideas show how this can be achieved. Changemakers know: Failed initiatives are not uncommon. Sometimes the reasons lie in strange relationship offers and unconscious secondary messages that do not serve the purpose. Other times, the complexity and evolving dynamics are underestimated. But successful change in the entire relevant system is possible! The following „five golden rules for changemakers“ can make the success of multi-perspective change initiatives more likely: as early as possible as representative as necessary as powerful as possible as clear as possible as…

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Die Mandatierung einer Pilotgruppe

Das Mandat ist der Auftrag an die Pilotgruppe. Die Primärklienten, also die Top-Entscheiderebene, gibt einen Teil der Führung in die Organisation. Die Wortbedeutung von „Mandat“, aus dem lateinischen Substantiv manus „Hand“ und dem Verb dare „geben“, bringt es auf den Punkt. Die Leitung gibt einen Teil der Führung aus der Hand. Ein Mandat gibt Orientierung für alle beteiligten Parteien: 1. die beauftragende Führung, 2. die Pilotgruppe, 3. das gesamte relevante System, 4. und die begleitenden Facilitatoren. Ein Mandat versorgt eine Pilotgruppe mit einem Höchstmaß an Autonomie: Solange sich eine Pilotgruppe, in der die „Authority“ nach der ARE IN-Formel vertreten ist, an die Inhalte eines abgestimmten und angenommenen Mandats hält, braucht sie keine darüber liegende Führungsebene mehr, um Erlaubnis zu fragen…

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Fünf goldene Regeln für Changemaker.

Wenn wir unsere Arbeitswelt verändern wollen, brauchen wir Entwicklungs-, Lern- und Veränderungsprozesse im ganzen relevanten System. Solche langfristigen und umfassenden Veränderungsinitiativen gelingen, wenn sie von allen Beteiligten getragen werden und nachvollziehbar vonstatten gehen. Das klingt einfacher als es ist: Es gibt viele bereits im Ansatz gescheiterte Initiativen, bei denen die Komplexität der Wirklichkeit ebenso unterschätzt wurde wie die Unvorhersehbarkeit der sich entwickelnden Dynamiken. (siehe auch: „Change kann man nicht bestellen, wie man eine Pizza bestellt!“) Aus unserer Erfahrung als Kommunikationslotsen haben wir „Fünf goldene Regeln für Changemaker“ entwickelt, die den Erfolg solcher, multiperspektivischer Veränderungs-Initiativen wahrscheinlicher machen sollen: So früh wie möglich So repräsentativ wie nötig So machtvoll wie möglich So klar wie möglich So langfristig wie nötig und so kurzzeitig…

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Change kann man nicht bestellen, wie man eine Pizza bestellt.

Wenn ich als Kunde eine Pizza bestelle, ist sie in der Regel nach 20 Minuten auf dem Tisch. Und ich muss mich an der Zubereitung nicht beteiligen. Wenn wir als Führungskraft Transformation bestellen, läuft das anders. Bei Transformation handelt es sich, neben dem Organisationsdesign und der Interaktionsgestaltung, oft um tiefgreifende, psychologische Prozesse. Die kann man nicht bestellen, steuern oder delegieren. Durch solche Prozesse geht man – mit guter Wegbegleitung – gemeinsam im ganzen relevanten System. Sonst findet die Transformation nicht statt bzw. sie wird vom Immunsystem der Organisation abgestoßen. Ein Facilitatorprinzip besagt: „No transformational leader. No transformation.“   Weitere „Facilitative Thinking“-Grundannahmen der Kommunikationslotsen findest du hier.

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Unser Verständnis einer Organisationsberatung

Der Beratungsansatz der Kommunikationslotsen fußt auf einem tiefen und beständigen Bekenntnis zu den Wurzeln der Organisationsentwicklung als einer demokratischen Praxis. Uns geht es darum, Organisationen als lebendige Organismen mit inherenter Eigenlogik verstehbar zu machen und zugleich den Mitgliedern einer Organisation, den Menschen, den Wert einer bewussten, nicht zufälligen, Interaktionsgestaltung erfahrbar zu machen. Diese Orientierung am Menschen und am Organisationalen ist der besondere Beitrag von Facilitation in dieser Zeit. Facilitation steht für einen weltweit etablierten Ansatz, der seit den 1980er Jahren insbesondere durch Partizipation, Dialog und Großgruppenarbeit geprägt wurde. Unsere Inspiration schöpfen wir aus den wegweisenden Ideen von … Kurt Lewin („Partizipation zum frühestmöglichen Zeitpunkt“), Marvin R. Weisbord („Das ganze, relevante System in einen Raum“), David Bohm („Überwindung defensiver Routinen im…

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„Best Time of my Life!“ – ein persönlicher Reisebericht zur Vision-Quest-Guide-Schulung

Menschsein bedeutet, Veränderung und Wandel zu erleben. Glücklichsein bedeutet, den Wandel bewusst und nährend zu gestalten. Whidbey Island Endlich war es soweit. Nach einer langen Phase der Unsicherheit und der Unterbrechung unserer Lernreisen aufgrund der globalen Pandemie, wagten wir uns diesen Sommer wieder auf eine unserer aufregenden Expeditionen. Unser Ziel: Die malerische Westküste der USA, genauer gesagt Whidbey Island, um unsere lieben Freunde Ann und Christina zu besuchen. Die Wiedersehensfreude war überwältigend. Nach so vielen Jahren der gemeinsamen Reisen schien die Zukunft unsicher, aber das Schicksal führte uns wieder zusammen. „We couldn’t know that we will fall in Loose with each other!“, sagte Christina einst, und ja, das war der Beginn einer tiefen und innigen Verbindung. Die Tage auf Whidbey…

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Online Facilitation

Die meisten Menschen würden der persönlichen Begegnung einem digitalen Treffen vorziehen. Und doch bietet der digitale Raum für Facilitation eine Fülle an Möglichkeiten, und es gibt sogar Dinge, die nur online möglich sind. Und doch: Online Facilitation ist zu 95 Prozent Facilitation! Als eine der wertvollen Hilfs-Disziplinen kommt Online Facilitation der Verdienst zu, Facilitation Menschen zugänglich zu machen, die sich weltweit an ganz verschiedenen Ort aufhalten. Tatsächlich treffen sich täglich verteilte Teams, kleine und große Gruppen aus aller Welt, um online zusammenzuarbeiten, zu lernen oder einfach nur, um sich wiederzusehen. Niemand braucht für ein Gespräch, ein Kennenlernen oder für ein Planungsmeeting das Haus zu verlassen. Wer schon einmal online an einer achtsam begleiteten weltweiten Weiterbildung, einer Dialogveranstaltung oder an einer…

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Der Grad der Beteiligung

(aus: „Facilitation – Dialog- und handlungsorientierte Organisationsentwicklung“, Scholz/Vesper, Verlag Vahlen, 2022) Wir erwähnten bereits das „3-Schüssel-Modell“ (siehe Seite 75) als hilfreiches Tool der Auftragsklärung und Initialberatung. Es gibt ein weiteres, horizontal verlaufendes Erklär- und Denkmodell. Dieses wird in unserer Facilitation-Praxis „Grad der Beteiligung“ genannt. Das Modell ist sehr hilfreich, um mit dem Klienten gemeinsam die verschiedenen Bedeutungen des Begriffs „Beteiligung“ zu erkunden. Ziel ist, böse Überraschungen zu vermeiden. Je klarer die Klienten wissen, wozu sie einladen und welche Auswirkungen das haben wird, desto mehr Vertrauen und Zuversicht entsteht in Bezug auf das facilitative Vorgehen. Grundsätzlich ist Begriffsklärung immer sehr hilfreich.   Information/Anweisung Ein vergleichsweise geringer Grad der Beteiligung ist bei jeder Form der Informationsvermittlung gegeben. Informationen können sich auf Entscheidungen…

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Facilitative Thinking Teil 1: Warum Grundannahmen für die eigene Entwicklung so enorm wichtig sind?!

“Als Facilitator bist du dein wichtigstes Werkzeug!” Grundannahmen sind verinnerlichte Überzeugungen, die wir aufgrund unserer Erfahrungen gebildet oder von anderen übernommen haben. Grundannahmen sind ein wichtiger Einflussfaktor auf unser Leben, denn sie beeinflussen unsere Wahrnehmung, unsere Sprache, unser Zuhören und vieles mehr. Wenn wir sagen: “Als Facilitator bist du dein wichtigstes Werkzeug!”, dann kommt genau hier die innere Arbeit u.a. mit Grundannahmen ins Spiel. Grundannahmen sind in gleichem Maße wichtig für Führung. In schöpferischen Prozessen und co-kreativen Settings von Kooperation und Zukunftssuche sind Grundannahmen, wie z.B. „Jede*r gibt ihr/sein Bestes – immer!“ eher hilfreich. Grundannahmen, wie „Es gibt eine richtige Lösung!” oder “Jemand muss das Sagen haben!” sind eher hinderlich. Denn viele Menschen und viele Perspektiven bedeuten Vielfalt der Optionen…

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