Beiträge von Holger Scholz
Achte auf die (Engels-)Flügel!
Zu Weihnachten, wenn Familie und Freunde zusammenkommen, lohnt es sich, die Würde und Einzigartigkeit jedes Einzelnen bewusst zu sehen – besonders in stressigen Momenten. Wenn es in deinem Herzen eng wird oder der Trubel überhandnimmt, erinnere dich: „Die Würde des Menschen ist unantastbar… (sie ist) Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.“ (Grundgesetz, Artikel 1). Selbst wenn Großmutter Herta mit ihrem auffälligen Outfit beinahe den Weihnachtsbaum und den halben Tisch umwirft, versuche sie in ihrer einzigartigen Art wertzuschätzen. Sie auf diese Weise zu sehen, wird nicht nur dich entlasten, sondern auch eine wohltuende Wirkung auf alle Anwesenden haben. Denn wie wir Menschen wahrnehmen, beeinflusst direkt, wie wir auf sie reagieren. „Ich kann die Flügel an…
WeiterlesenBegrüße Konflikte!
Konflikte sind unvermeidlich – besonders zu Weihnachten, wenn die Erwartungen hoch und die Gemüter mitunter bereits geladen sind. Eine kleine Bemerkung kann dann schnell zu einem Streit führen. Ein Konflikt steht dann plötzlich „elefantös“ im Raum und scheint alles zu dominieren. Genau an dieser Stelle kann man sich entscheiden: Will man den Konflikt ignorieren, vertagen, beruhigen oder schüren? Wer kennt das nicht? Onkel Thomas, der sofort mit seinem berühmten Monolog über Politik beginnt, den er jedes Jahr führt, egal wer zuhört. Und dann gibt es da Cousin Linus, der nach zehn Minuten Tischgespräch trocken fragt, ob die „Redefreiheit“ nur für Thomas gilt. Ignorieren, vertagen, beruhigen oder schüren? Keine der Optionen ist „besser“ als die andere! Es geht vielmehr darum, bewusster…
WeiterlesenLade ein zum Geschichten erzählen
Oftmals laden wir im Rahmen von Facilitation ein, Geschichten zu erzählen. Das hat viele gute Gründe: Positive Geschichten setzen das innere Leben in Bewegung. Sie transportieren Wahrheiten und Möglichkeiten, sie regen die Fantasie und Kreativität an, sie trösten und motivieren, sie besänftigen und zeigen neue Wege, sie laden ein, Werte auszudrücken, zu erforschen und anzupassen, sie beleben den menschlichen Geist und machen neugierig. Kurz: Geschichten sind auch für Weihnachten unverzichtbar. Gerade an Weihnachten, wenn sich Menschen treffen, die das ganze Jahr über vielleicht wenig Berührungspunkte haben, kann eine humorvolle oder herzerwärmende Anekdote die perfekte Brücke sein. Geschichten wirken wie ein magischer Klebstoff: Sie bringen uns zum Lachen, zum Staunen und manchmal sogar zum Stirnrunzeln – aber in jedem Fall zum…
WeiterlesenVersuche, die Herzen der Menschen zu berühren!
Weihnachten und Geschenke gehören zusammen wie Punsch und Keksdose, wie Facilitation und ein stimmiger Ablauf. Als Facilitatoren haben wir ein Motto: „Wenn es nicht die Herzen der Menschen berührt, dann ist alles nichts“. Sobald wir eine Erfahrung machen, die uns ans Herz geht, bleibt etwas. Nachhaltig. Menschen erinnern sich an das, was ihnen wirklich Freude bereitet hat. Geschenke sind eine Möglichkeit, die Herzen der Menschen zu berühren. Das Schenken selbst ist eine unterschätzte Kunst. Es wirkt auf den Beschenkten ebenso wie auf den Schenkenden, denn ein Geschenk kann mehr sein als nur eine freundliche Geste oder eine gesellschaftliche Pflicht. Es aktiviert in uns Schaltkreise, die eng mit unseren Emotionen und Beziehungen verknüpft sind. Schenken spricht unser Belohnungssystem an und ruft…
WeiterlesenSorge dafür, dass Menschen (gut) ankommen können!“
Ein gelungenes Treffen ist wie ein gutes Meeting: Wenn wir gut ankommen, entspannt sich unser Nervensystem. Sätze wie „Schön, dass Du da bist!“ oder „Danke, dass ihr euch auf den Weg gemacht habt!“ sollten in den ersten Momenten nicht fehlen. Sie zeigen Wertschätzung und erkennen an, dass Menschen Zeit und Mühe investiert haben. Rechne mit Begeisterung und Überschwang, wie z.B. von Oma Lisbeth, die sich so willkommen fühlt, dass sie vor Freude in die Küche stürmt, den Kühlschrank aufreißt und lauthals ruft „Sekt für alle!“ Solche Details machen oft den Unterschied. Nun kommt etwas, das nicht zum normalen Besteck gehört: „Lasst uns erst mal kurz hören, wie es euch allen geht!“ Uups! „Und was ist mit dem Sekt?!“ Aus facilitativer…
WeiterlesenMake Things Nice
Weihnachten ist das Fest, an dem wir auch mal „dran“ sind mit der Gastgeberschaft – sei es aus Pflichtgefühl, Tradition oder auch, weil es viel Freude bereitet, Gast geber/Gastgeberin sein zu dürfen. Für viele ist damit das Ziel verbunden, einen Raum zu schaffen, der tatsächlich ein wenig weihnachtliche Magie herbeizaubert. Wie kann das gelingen? Hier hilft uns ein Prinzip aus dem indigenen Feld: „Make Things Nice“. Es schenkt uns für unsere facilita tive Haltung – nicht nur zu Weihnachten – Orientierung. In der Sprache und Denkweise erdgebundener Kulturen bedeutet dieser Satz weit mehr als nur das oberflächliche „Dinge schön machen“. Die Grundidee ist, dass man in allem, was man tut, Sorgfalt und Respekt walten lassen sollte, um Schönheit und Harmonie…
WeiterlesenMetalotsische Werkstatt: Wenn zwei Welten aufeinandertreffen
Was passiert, wenn facilitativer Ansatz auf systemtheoretische Analyse trifft? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Lotsentage 2025 – und die Antworten überraschten selbst uns. Die Idee: Unverkrampft experimentieren Das diesjährige Treffen war bewusst als Werkstatt angelegt. Beide Ansätze – der der Kommunikationslotsen und der von Metaplan – sollten nebeneinandergestellt und anhand mitgebrachter Charts erkundet werden. Nach Judith Musters inspirierendem Vortrag 2024 über „Die Humanisierung der Organisation“ war klar: Diese Begegnung verdient eine Fortsetzung. Unsere Alumni erwiesen sich als echte Kenner der Materie, und so entstand nicht nur ein tiefer Austausch, sondern auch der Ruf nach mehr. Die „Metalotsische Werkstatt“ war geboren. Werkstattimpuls 1: Der Lotsen-Ansatz für dialogische Organisationsgestaltung Der organisationale Schmerz unserer Zeit Mein Einstieg begann mit der Frage: „Mit…
WeiterlesenDie vier Räume der Veränderung
Die vier Räume der Veränderung Warum Transformation an den Gefühlen scheitert – und wie Sie es besser machen Stellen Sie sich vor, Sie könnten die emotionalen Achterbahnen Ihres Unternehmens verstehen. Die Momente, in denen alles läuft – und die, in denen plötzlich nichts mehr stimmt. Die Phasen der Verwirrung, die Sie am liebsten überspringen würden – und die Augenblicke der Inspiration, die Sie für immer festhalten möchten. Es gibt eine Landkarte dafür. Sie heißt „Die vier Räume der Veränderung“ und stammt vom schwedischen Psychologen Claes Janssen. Die vier Räume: Eine emotionale Landkarte Raum 1: Zufriedenheit Der Raum, den wir alle lieben Hier läuft alles rund. Das Team harmoniert, die Projekte gelingen, die Strategie greift. Wir fühlen uns kompetent, sicher, angekommen.…
WeiterlesenCheckliste zur Selbstüberprüfung eigener Grundannahmen
Danke für dein Interesse an der Checkliste! Dieses Material dient der Selbstüberprüfung – individuell und in Gruppen – eigener Grundannahmen zum Thema Organisationsgestaltung mit Multiperspektivirät. Den Artikel zum Hintergrund findest du hier. Hier findest Du die Checkliste zum Download. Wir hoffen, Du kannst damit etwas anfangen und ggf. sogar dem Thema Organisationsgestaltung mit Multiperspektivität in deinem Kontext mehr Raum geben. Viele unsere Klienten profitieren sehr von der Auseinandersetzung mit Grundannahmen. Wenn Du damit Erfahrungen machst, Feedback oder Fragen hast, melde dich gerne bei uns. Der Artiel ist Teil einer Serie zum Thema „Organisationen gestalten.“ (Teil 1)
WeiterlesenChange kann man nicht bestellen wie man eine Pizza bestellt.
Wenn wir eine Pizza bestellen, dann ist diese Pizza in der Regel nach 20 bis 30 Minuten auf dem Tisch. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es so funktioniert und ich muss mich an der Zubereitung nicht beteiligen. Bei Change und Transformation ist das anders. Hier handelt es sich oft um tiefgreifende, persönliche Prozesse. Durch solche Prozesse geht man – mit guter Wegbegleitung – gemeinsam. Ohne eigene Beteiligung findet die Transformation schlicht nicht statt. Ein Facilitatorprinzip besagt: „No transformational leader. No transformation.“ Warum sind Grundannahmen für die eigene Entwicklung so enorm wichtig?! Grundannahmen sind verinnerlichte Überzeugungen, die wir aufgrund unserer Erfahrungen gebildet oder von anderen übernommen haben. Grundannahmen sind ein wichtiger Einflussfaktor auf unser Leben, denn sie beeinflussen unsere Wahrnehmung,…
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