Make Things Nice

Weihnachten ist das Fest, an dem wir auch mal „dran“ sind mit der Gastgeberschaft – sei es aus Pflichtgefühl, Tradition oder auch, weil es viel Freude bereitet, Gast­ geber/Gastgeberin sein zu dürfen. Für viele ist damit das Ziel verbunden, einen Raum zu schaffen, der tatsächlich ein wenig weihnachtliche Magie herbeizaubert. Wie kann das gelingen?

Hier hilft uns ein Prinzip aus dem indigenen Feld:
„Make Things Nice“. Es schenkt uns für unsere facilita­ tive Haltung – nicht nur zu Weihnachten – Orientierung. In der Sprache und Denkweise erdgebundener Kulturen bedeutet dieser Satz weit mehr als nur das oberflächliche „Dinge schön machen“. Die Grundidee ist, dass man in allem, was man tut, Sorgfalt und Respekt walten lassen sollte, um Schönheit und Harmonie in die Welt zu bringen.

Schönheit ist nicht nur etwas Ästhetisches. Schönheit ist auch eine Form der Ordnung und Ausgewogenheit, die in jedem Bereich des Lebens – in Gedanken, Taten, Beziehungen und Ritualen – verankert sein kann.

„Das Ganze, das Heilige und das Ästhetische
evozieren sich gegenseitig.“
(Gregory Bateson).

„Make Things Nice“ ist eine Aufforderung, in allem, was wir tun, unser Bestes zu geben und respektvoll mit uns selbst, anderen und der Umwelt umzugehen. Wenn man also etwas „nice“ macht, schafft man nicht nur etwas, das ansprechend ist, sondern bringt durch Hingabe, Achtsamkeit und Respekt eine positive Energie in die Welt und ins Weihnachtsfest.

„Make Things Nice“ ist daher ein Wegweiser zum bewussten Handeln, das der Gemeinschaft, der Natur und zu Weihnachten der guten Gastgeberschaft zugutekommen kann. Make Things Nice heißt bewusst nicht „Make Things Perfect“. Wenn du Gastgeber/Gastgeberin bist, dann bereite einen Raum vor, in dem alle im wahrsten Sinne des Wortes einen Platz haben. Vielleicht sind es einladende Ecken mit Spielzeug für die Kinder, gemütliche Sitzgruppen, die für Entspannung und Gelassenheit sorgen oder selbst gestaltete Tischkarten, die allen sagen: „Hier ist dein Platz!“ Vielleicht ist alles so gut vorbereitet, dass du als Gastgeberin sogar vor Ankunft der Gäste durchatmen und dich auf die Gäste und ihre jeweiligen Eigenschaften positiv einstimmen kannst, sodass du dann jeden und jede wirklich willkommen heißt: „Schön, dass du da bist!“