Zu Weihnachten, wenn Familie und Freunde zusammenkommen, lohnt es sich, die Würde und Einzigartigkeit jedes Einzelnen bewusst zu sehen – besonders in stressigen Momenten. Wenn es in deinem Herzen eng wird oder der Trubel überhandnimmt, erinnere dich: „Die Würde des Menschen ist unantastbar… (sie ist) Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.“ (Grundgesetz, Artikel 1).
Selbst wenn Großmutter Herta mit ihrem auffälligen Outfit beinahe den Weihnachtsbaum und den halben Tisch umwirft, versuche sie in ihrer einzigartigen Art wertzuschätzen. Sie auf diese Weise zu sehen, wird nicht nur dich entlasten, sondern auch eine wohltuende Wirkung auf alle Anwesenden haben. Denn wie wir Menschen wahrnehmen, beeinflusst direkt, wie wir auf sie reagieren. „Ich kann die Flügel an dir sehen…!“ sagt Lena in dem Film von Kay Pollak „Wie im Himmel“ in einer Szene, in der sie und Daniel eine Wandbemalung mit Engeln betrachten.
Bei anderen, metaphorisch ausgedrückt, die (Engels-)Flügel zu sehen, ist ein radikaler Akt der (Menschen-)Liebe – er kann Beziehungen vertiefen, echte Begegnung ermöglichen und vermeintlich schwierige Situationen besänftigen. Die weihnachtliche Zeit bietet eine ideale Möglichkeit, diesen Blick zu üben und zu erleben, wie wohlwollende Präsenz die Atmosphäre verändern kann.
Die Flügel zu sehen und offen in einer Runde zu beschreiben im Sinne von „Deine Flügel sehe ich, wenn Du…“ verleiht einem Treffen unter Freunden oder in der Familie einen besonderen Glanz und stärkt echte Verbindungen. Es gilt: „Man ist fertig, wenn man sie an jedem sehen kann!“ (Lena).
Einander gute Absichten zu unterstellen, oder das Mantra „Alle tun ihr Bestes!“ kann helfen, die zum Teil trubeligen Tage gut zu überstehen. Engel sind zu diesen Zeiten jedenfalls viele unterwegs!
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